Die Reise begann für mich mit einer Bahnfahrt nach Hamburg und zwei Nächten in der Hansestadt. Am Tag dazwischen besuchte ich meine Mutter.
Am Gründonnerstag fuhr ich kurz nach neun vom Hotel an der Laeiszhalle zum Flughafen. Schnell war das Gepäck aufgegeben und auch an der Sicherheitskontrolle gab es keine Wartezeit. So hatte ich gut 90 Minuten in der Flughafenlounge. 11:45 begann das Boarding und 12:20 gings los und nach 4h40 erreichten wir Madeira, 16:00 Ortszeit. Der Hoteltransfer zum Bom Jesus Solar in Santa Cruz war kurz. Das moderne Hotel ist an den Hang gebaut, so dass mein Zimmer im 4.Stock einen Gartenzugang hat.
Vor dem ersten Treffen der Wandergruppe, machte ich einen Spaziergang durchs Städchen zum Meer. Nach der Einführungsstunde durch den Wanderführer beendeten wir den Tag mit einem guten Abendessen.
Am Karfreitag wurde unsere Gruppe kurz nach neun Uhr abgeholt. Während unser Gepäck noch im Hotel blieb, wurden wir in 10 Minuten zum Startpunkt der Wanderung an den oberen Ortsrand von Caniçal gebracht. Zuerst stiegen wir auf einem Fahrweg, später auf einem Pfad zum Höhenzug an der Nordküste hinauf. Dabei durchquerten wir einen Akazienwald mit seinem starken Duft. Nun folgten wir erst dem Grat nach Westen, später querte der Weg mehr die Hänge. Bis zur Boca do Risco (350m) trafen wir niemanden, danach war viel Betrieb auf dem schönen Weiterweg nach Larano. Hoch über dem Meer, teils in den Fels geschlagen führt der alte Verbindungsweg mit tollen Aussichten. Von Larano gings es über viele Treppen hinunter ans Meer und kurz darauf erreichten wir Porto da Cruz. Nach einem Rundgang durch den Ort und einer kurzen Einkehr in einem Cafe, brachte uns der Bus zu unserem nächsten Hotel in Santana.
Als wir gegen 9:15 abgeholt wurden, hatte der Regen der Nacht aufgehört. Aber die Wolken hingen noch tief. Unser Bus brachte uns in etwa 15 Minuten zum Startpunkt der Wanderung bei Ilha (470m). Es ging gleich über einen lehmigen Pfad steil nach oben. Teils verlief der Weg durch tief eingeschnitten Hohlwege. Auf 850m flachte der Weg ab und wir liefen durch einen nebelverhangenen Urwald. Bald darauf erreichten wir die Levada, die uns zur Caldeirão Verde brachte. Dieser Weg war wieder stark besucht. Bei Gegenverkehr, insbesondere in den beiden längeren Tunneln wurde es eng. An dem Wasserfall (1100m, 11:40 -12:00) machten wir Pause und wanderten dann an der Levada zurück und weiter nach Queimadas (900m, 13:55), wo der Bus uns wieder abholte und zum Hotel in Santana zurück brachte.
Der Bus brachte uns heute morgen am Ostersonntag wieder hinauf nach Queimadas (900m, 9:45). Zuerst folgten wir einer gepflasterten Straße, die ab einer Wasserfassung zu einem immer schmalerrn Weg wurde. Es ging erst durch nebelverhangenen Laubwald, später durch Baumheidewälder. Nach einer knappen Stunde kamen wir über die Wolken und querten bald die Straße mit einem ersten Blick zu den Gipfeln. Keine 100m vor dem Parkplatz Teixeira machten wir an einem Felsen Rast (1585m, 11:20 - 11:50). Vom Parkplatz führt ein gepflasterter Fußweg bis zum Gipfel des Pico Ruivo (1862m, 12:35-13:20). Vom Gipfel stiegen wir nur zum Parkplatz Teixeira ab und kehrten im dortigen Cafe ein.
Per Bus ging es dann hinab ans Meer für einen Stopp am Strand in Machiko. Danach fuhren wir über Funchal und hinauf zum Hotel Eira Serrado. Vor dem Abendessen machte ich noch einen Spaziergang zum nahen Aussichtspunkt.
Heute sind wir am Hotel Eira do Serrado(1120m, 9:40) gestartet. Auf dem alten Weg ins Nonnental sind wir abgestiegen nach Curral das Freiras (620m, 10:20). Im Ort ging es zuerst aufwärts und dann hinab zu einer Bachbrücke(540m), an der der Aufstieg begann. Nach 60hm erreichte der Pfad noch eine Siedlung und es ging auf einem betonierten Fahrweg weiter hinauf bis auf ca. 710m ein Wegweiser auf einen Steig verwies. Meist durch noch nicht belaubten Kastanienwald stieg der Pfad kontinuierlich aufwärts zur Bocca de Serro (1297m, 13:00 - 13:30). Mit einem Teil der Wandergruppe stiegen wir von dort noch auf den Puco Grande (1654m, 14:10). Zurück an der Bocca (14:45) wanderten wir dann südwärts auf einem breiten steingepflasterten Höhenweg in leichten Auf und Ab zur Bocca do Corrida (1238m, 15:50). Mit dem Bus ging es von dort zum Hotel Encumeada. Der direkte Wanderweg von der Bocca de Serro nach Encumeada ist leider noch gesperrt.
Aufgrund einer Straßensperrung dauerte der Transfer zum heutigen Startpunkt Bica da Cana (1560m, 10:25) fast eine Stunde, statt 10 Minuten. Vom Parkplatz machten wir zuerst den kleinen Abstecher zum Aussichtspunkt, der trotz Sonne von oben nur einen Blick in die Wolken bot. Zurück am Parkplatz begann der Abstieg auf dem Weg PR17. Durch wunderschöne, verwunschene Wälder ging es abwärts, während die Wolken sich immer mehr auflösten. An einem kleinen See vorbei erreichten wir eine kleine Levada, der wir einige Zeit folgten. Kurz nach Verlassen dieser Levada erreichten wir einen schönen Ausblick auf einem schmalen Felsgrat, wo wir eine Pause einlegten (1100m, 12:30-13:00). Es folgte ein Abstieg über steile Stufen bis auf 960m, gefolgt von wenigen Metern eben und einem Aufstieg zur großen Levada (1020m). Nun ging es immer mit leichten Gefälle am Wasser entlang, auch durch zwei sehr lange Tunnel bis zur Passhöhe Encumeada (995m, 14:45).
Heute wurden wir samt Gepäck am Hotel abgeholt, entsprechend eng war es in dem Kleinbus. In einer knappen Stunde fuhren wir nach Fonte do Bispo (1297m, 10:20). Nach einem kurzen Stück über Pfade, gelangten wir auf einen Fahrweg, der uns durch Nebelwald hinunter führte bis 600m Seehöhe. Es folgen 160hm auf steilen Treppen abwärts zur Levada da Rebeira da Janela. An der Levada ging es nun 12km entlang, dabei durch einige Tunnel. Ich wäre gern weniger lang gewesen. Die ersten beiden Tunnel waren bestimmt je mehr als ein Kilometer lang und im zweiten musste man durch knöchelhohes Wasser waten.
In Pico da Lagoa endete der Wanderpfad an einem Parkplatz, an dem unser Bus wartete. Zuerst fuhren wir in eine Bar in Porto Moniz und schauten uns noch das Naturmeerbad an. Die Rückfahrt zu unserem ersten Hotel in Santa Cruz führte über Sao Vincente, Serra de Agua und Funchal. Dort verabschiedeten wir uns von unserem Wanderführer. Nachdem Abendessen gingen wir mit der ganzen Wandergruppe in eine Bar im Ortszentrum. Es gab den einen oder anderen Poncha (o).
Nach Frühstück und Verabschiedungen, fuhr ich mit dem Linienbus nach Funchal.Dort bummelte ich für drei Stunden durch die Gassen und herrlichen Parkanlagen. Per Bus fuhr ich zurück zum Hotel, wo ich um 14:45 abgeholt werden soll.
Der Rückflug nach Hamburg startete pünktlich um 17:20 und landete überpünktlich 23 Uhr (MESZ). So war ich kurz vor Mitternacht im Hotel.
Am Freitag bummelte ich vormittags durch die Innenstadt, aß zu Mittag bei Daniel Wischer in der Steinstraße und besuchte dann meine Schwester.
Die Bahnrückfahrt am Samstag startete mit einer S-Bahnfahrt nach Harburg, wo der ICE nach München eingesetzt wurde.
