Die Reise begann etwas holprig. Bauarbeiten der S-Bahn verlängerten die Anfahrt zum Flughafen, dort klappte der Bustransfer zum Flugzeug nur zögernd, so dass wir mit 50 Minuten Verspätung nach Kopenhagen abflogen. So verpassten wir den Anschluss nach Trondheim und mussten über Oslo nach Trondheim fliegen. Mit fast 5 Stunden Verspätung erreichten wir 18:40 dann unseren Zielflughafen. Aufs Gepäck warten, Leihwagen abholen, .. dauerte noch mal rund eine Stunde. Darum fuhren wir noch knappe 100km auf der E6 bis Steinkjer und quatierten uns im Quality Hotel ein. (21:00)
Nach einem Abendessen im Imbiss machten wir dann einen Abendspaziergang durch den Ort.
Nach einem sehr guten Frühstück sind wir gegen 9 Uhr ca. 200km weiter gefahren , zuerst noch wenige Kilometer E6 und dann auf der Rv17 an Namsos vorbei bis nach Kjelleidet (12:20). Wir mieteten auf dem dortigen Campingplatz eine schöne Hütte, bezogen diese und machten uns dann für eine Bergtour fertig. Mit dem Auto fuhren wir zum Parkplatz Heilhornet (100m, 14:10). Hatte es kurz vor Mittag noch geregnet, wurde es während unseres Aufstiegs immer sonniger. Der Pfad beginnt steil durch Wald aufzusteigen, führt über ein kleines Hochmoor, und später über Felsen. Im oberen Teil gab es Schneefelder zu überwinden und auf dem Grat gings es ein Stück über eine schmale Schneeschneide ehe der aussichtsreiche Gipfel des Heilhornet (1058m, 16:35 -17:10) erreicht war. Auf gleichem Weg ging es zum Parkplatz (20:00) zurück. So konnten wir im Imbiss des Campingplatz zu Abend essen, ehe wir es in unserer Hütte bequem machten.
Nach spärlichen Frühstück in unserer Hütte, starteten wir kurz nach acht und fuhren zur Fähre nach Holm, mit dieser nach Vennesund. Auf dem weiteren Weg Richtung Brønnøysund verlangte unser Auto einen Ladestopp. So machten wir eine knappe Stunde Pause im kleinen Dorf Berg, um dann bis Brønnøysund weiter zu fahren, um dort weiter zu laden und während dessen in ein Café zu gehen. Mit dem Cafe wurde es nichts, alle an Pfingsten zu. Es musste Kaffee und Hefegebäck von der Tankstelle reichen. Nach knapp zwei Stunden fuhren wir weiter zum Torghatten. Vom Parkplatz wanderten wir zum Loch im Berg hinauf, durch das Loch hindurch, auf der anderen Seite wieder hinunter und am Meer entlang zurück zum Parkplatz.
Über Brønnøysund zurück fuhren wir zur Rv 17 zurück und weiter zum Fähranleger Horn. 40 Minuten Fährfahrt nach Vega und eine gute Viertel Stunde auf der Insel und wir waren an Vega Havhotel, unser Quatier für die nächsten zwei Nächte. Am frühen Abend machten wir noch einen Spaziergang durch die Umgebung des Hotels, einem Naturschutzgebiet.
Um acht Uhr nahmen wir am Abendessen des Hotels teil, ein hervorragendes 5 Gänge-Menü:
- Entenbrust auf blanchierten Rucola
- Skrei mit Sellerieschaum
- Rinderbraten in Rotweinsoße mit Mandelkartoffelmus
- Pfeffercamenbert mit Marmelade
- Creme brûlêet mt Johannesbeereis.
Das ganze begleitet von köstlichen Weinen.
Heute fuhren wir vom Hotel ca. 5 km zum Parkplatz der Vega Treppe. Eine Holztreppe mit mehr als 1200 Stufen führte uns vom Meer zum Aussichtspunkt Ravnfloget (320m). Heike beschloss sich zu schonen und hier umzudrehen, während ich weiter dem Weg zum Gullsvågfjellet folgte. Bevor ich zum Gipfel ging, erstieg ich noch den Røsstinden (735m),, dann erst dessen Vorgipfel Gullvågfjellet (725m) mit seinen Türmen. Für den Abstieg wählte ich die Route nach Gullvåg, die im untersten Teil recht zugewachsen war. Von Gullvåg waren es noch etwa 2km zum Hotel.
Für ein frühes Abendessen im Spar Cafe fuhren wir dann nach Gladstad.
Wir starteten gegen 9:30 am Hotel und erreichten so bequem die 10Uhr Fähre nach Tjotta. Nach der einstündigen Fährfahrt folgten wir der Rv 17 mit Stopp an der Alsterhaug kirke und dem Peter Dass Museum nach Sandnessjøen (13:00). Wir konnten gleich unser Zimmer im Scandic Hotell beziehen und gingen danach in die Stadt bummeln. Am Nachmittag besuchten wir noch den Nachbau eines Vikinger Langhauses.
Am heutigen Donnerstag haben wir früh gefrühstückt und haben dann die 8 Uhr 20 Fähre nach Dønna genommen. Auf der Insel fuhren wir dann zum Parkplatz ab der Breivika. Um 9:20 starteten wir die Wanderung. Der Pfad führt erst etwa eine halbe Stunde am Meer entlang, ehe man das Tal südlich des Dønnamannen aufsteigt. Wir stiegen über den direkten sehr steilen Aufstieg zuerst auf die Nase des Dønnamannen (805m, 11:55 -12:25). Von diesem Gipfel stieg man etwa 100hm wieder ab, ehe man unter dem Hauptgipfel Lippe querte, um den Gipfel von Südosten zu besteigen (856m, 13:05 -13:45). ÌVor dem Abstieg bestiegen wir noch den nächsten Hipfel auf dem Grat, verzichteten jedoch auf das Kinn. Die steilen Pfade stiegen wir vorsichtig ab und wanderten zum Strand zurück (16:40). Wir zogen Schuh und Strümpfe aus, doch das Meerwasser war zu kalt. In Björ verpassten wir knapp eine Fähre und mussten 25 Minuten auf die nächste warten. So waren wir erst 18:10 wieder in Sandnessjøen.
Heute war mehr ein Reisetag. Bei leichten Regen fuhren wir über die Helgelandsbrua zur Fähre Levang - Nesna. Und weiter gings mit einem Stopp an einem Parkplatz mit Treppe ins Meer und einem Küstenfort zum Anleger Stokkvågen, von wo es in einer guten Stunde Fährfahrt nach Lovund ging. Wir bezogen eine schöne kleine Hütte im Lovund Hotell und erkundeten dann den Peter Dass Sti. An dessen Ende bestaunten wir eine Anzahl von Metallskulpturen.
Nach einem feinen Abendessen im Hotelrestaurant wanderten wir zu einem Lunde(Papageientaucher)-Beobachtungsplatz. Aber wir konnten die Tiere nur über uns hinweg fliegen sehen.
Heute war ein nebliger, windiger Tag. So genossen wir in aller Ruhe das gute Frühstück und nutzten unsere Hütte bis 12.
Vor der Fahrt zum Hafen machten wir einen Ortsspaziergang und entdeckten die Badebucht.
Die Fährfahrt zurück ans Festland dauerte aufgrund von zwei Zwischenstopps gut zwei Stunden. Von Stokkvågen fuhren wir dann ca. 28km zur Fähre in Kilboghamn, die uns in einer guten Stunde Fahrt über den Polarkreis nach Jektvik brachte. Es folgten 24km auf der Rv17 zur letzten Fähre von Agsgård nach Furøy (10Min.) Vom Anleger in Furøy ist es nur ein Kilometer zum Camplingplatz, auf dem eine Hütte für uns reserviert war.
Am Sonntagmorgen hingen die Wolken noch tief, doch schon beim Aufbruch gegen 10 Uhr lichtete sich die Wolkendecke. Wir fuhren nur wenige Kilometer bis zum Parkplatz der Svartisen Fähre. Diese Touristenfähre nahmen wir zum Anleger Engen. Von hier wanderten wir zum See, an ihm entlang und zum Engelsbreen hinauf. Faszierend waren die Blautöne im Eis, das sich über uns auftürmte. Auf dem Rückweg zur Fähre machten wir am Restaurant halt. Wieder am Auto folgten wir der Rv17 weiter, durch den Svartisentunnel, über Ørnes und Kjopstad. Auf dem Campingplatz Kjellingstraumen Fjordcamp mieteten wir eine Hütte und wurden zu einem Fischessen von frisch gefangenen Seelachs eingeladen. So wurde es zu einem geselligen Abend mit den anderen Gästen des Fjordcamps.
Bei bedeckten Himmel sind wir gegen 10 Uhr vom Campingplatz gefahren. Erstmal ein kurzes Stück zurück und dann über die Brücke nach Sandhornøya. Auf dieser Insel besuchten wir den Langsanden, für einen ausgiebigen Strandspaziergang und Heike auch für ein Bad. Danach fuhren wir zum Saltstraumen Hotel, um das Auto aufzuladen. Während des Ladevorgangs besuchten wir das Café, kauften ein und bestaunten den Flutstrom.
Um zu unserem nächsten Quatier zu gelangen, mussten wir 15km auf der Rv17 zurückfahren und dann weitere 4km ein kleines Sträßchen entlang fahren. Vom Parkplatz ist es dann nochmal 1km zu Fuß zur
Gjæltunet Hütte. Die von uns reservierte kleine Hütte mussten wir erst erfragen. Sie liegt weitere 300m, dafür direkt am Meer. Abends begann es zu regnen.
In der Nacht hatte es aufgehört zu regnen. So machten wir am Vormittag des Dienstag eine Wanderung an der Küste entlang nach Skånland und zurück.
Auch am Mittwoch hingen die Wolken tief. Gegen 9 Uhr verließen wir die Egnabua mit unserem Gepäck und wanderten zum Auto zurück. Wir fuhren wieder zum Saltstraumen Hotell und schlossen das Auto an der Ladestation an. Mittlerweile regnete es stärker, wir nahmen drum erstmal einen Cappuccino im Café und beschlossen dann per Bus nach Bodø zu fahren. Nach 40 Minuten Busfahrt waren wir in der Innenstadt, wo wir durch die Geschäfte zogen. Am frühen Nachmittag hatte es aufgehört zu regnen und wir spazierten noch auf die Hafenmole hinaus ehe wir den Bus zurück nach Saltstraumen nahmen. Mit dem fast voll geladenen Auto fuhren wir zum Camp Saltstraumen, wo wir eine Hütte reserviert hatten.
Der Donnerstag war ein Reisetag. 300km über die Fv812 und die E6 führten uns über das Saltfjellet, den Polarkreis und Mo i Rana nach Mosjøen. Auf dem Parkplatz des Hotels konnten wir das Auto an eine kostenfreie Ladestation anschließen (langsam, gut 7h). Das Zimmer war (13:50) noch nicht bezugsbereit. So machten wir einen Spaziergang durch den Ort mit der schönen Sjøgata und durchs Einkaufszentrum Sjøsiden.
Für eine Wanderung auf die Helgelandstrappa hingen die Wolken zu tief.
Der zweite Tag der Rückfahrt führte uns von Mosjøen über die E6 nach Trondheim. Einen kurzen Zwischenstopp legten wir nach ca. 30km am Laksforsen ein und bewunderten den Wasserfall. In Steinkjer machten wir Pause um den Wagen nach zu laden.
Gegen 16 Uhr erreichten wir die Innenstadt von Trondheim, doch dann begann die Suche nach einer für uns mögliche Ladestation. Ein freundlicher Norweger führte uns letztlich zu einer Schnellladestation und ließ uns auf seinen Tag laden. Dann musste noch ein Parkplatz gefunden werden, denn das Parkhaus am Hotel Bakkeland wird renoviert und ist gesperrt. Um 18 Uhr waren wir endlich im Hotel. Ein Zimmerupgrade war ein kleiner Ausgleich für den Stress zuvor.
Wir machten noch einen Spaziergang durch die Stadt.
Am Samstag genossen wir noch einmal das gute skandinavische Hotelfrühstück. Danach spazierten wir über Solsiden zum Parkhaus und fuhren dann zum Flughafen Trondheim (Værnes). Über Kopenhagen folgen wir nach München zurück.
