Fronleichnamswoche in den Tauern

26.05 - 02.06.2024

Oberhalb von Bad Hofgastein
Oberhalb von Bad Hofgastein

Mit dem EC Blauer Enzian bin ich von München nach Bad Hofgastein gefahren. Es gab kein freies Taxi am Bahnhof und an der 400m entfernten Bushaltestelle fuhr mir der stündlich verkehrende Bus vor der Nase weg. So ging ich zu Fuß auf dem Radweg der Bundesstraße in den Ort und quer durch den Ort zu meinem Hotel Völserhof. 

Nach dem sehr guten Abendessen machte ich noch einen kleinen Spaziergang.

Heute am Montag startete ich 8:15 am Hotel (855m). Schon auf dem kurzen Weg durchs Dorf zum Beginn des Wasserfallweges gings aufwärts. In der kleinen Schlucht ging es teils über Metalltreppen zügig aufwärts. Bald verlässt der Weg die Schlucht und führt über freie Hänge zum Annencafe hinauf. Auf dem Wanderparkplatz (1075m, 8:45) stand nur ein Auto. Ich folgte zuerst dem Wanderweg 513, welcher den Fahrweg zur Rastötzenalm immer wieder quert, bis kurz hinter dem Aussichtspunkt Gräfinsitz (1450m, 9:35).  Man trifft in einer Kehre wieder auf den Fahrweg und dem Grat folgend führt eine Fahrspur aufwärts. Nach einigen Hundert Metern führt diese Spur durch einen Zaun. Direkt davor beginnt ein Steig, der dem Grat folgend steil aufwärts führt. Der deutliche Pfad führt direkt zum Gipfel des Rauchkogel (2208m, 11:15 -11:25). Es folgte eine kurzer Abstieg zum Rauchkogeljoch (2200m), wo ich wieder auf den Wanderweg 513 traf. Der Weg führte durch die Südflanke in ein Kar, mit einigem Schnee. Ich stieg die Schneefelder umgehend zum Grat auf und folgte ihm dann zum Gipfel des Gamskarkogel (2067m ,12:15 -12:35). Vor der Gipfelhütte standen Bierdosen und ein Sparschwein. Der Abstieg in Richtung Bad Gastein wies nach wenigen Metern ein Problem auf, der Weg war durch eine Wächte versperrt. Zum Glück konnte ich ca. 5m weiter durch ein Loch in der Wächte unter dieser durchkriechen.  Die folgende Querung des steilen Grashangs zum Pfad zurück erforderte höchste Konzentration. Danach ging es bequem abwärts. Auf ca. 1900m querte der Weg den Talhang mit einigen kurzen Gegensteigungen. Am Gasthof Poserhöhe machte ich Rast im Gastgarten (1502m, 14:10 -14:35) und genoss eine Heidelbeerbuttermilch. Die Steig hinunter nach "Grüner Baum" (1080m, 15:20) ist teils ausgesetzt und steil. Über die Kaiser Wilhelm Promenade ging es bequem und fast eben nach Bad Gastein (1000m). Ich schlenderte durch den Ort, vorbei am berühmten Wasserfall bis zur Hauptstraße (1030m, 16:15), von wo ich den Bus zurück nach Bad Hofgastein nahm.

Der heutige Dienstag war recht feucht. Am Vormittag war ich im Ort unterwegs, aber gegen 11:15 bin ich zu einer Wanderung auf dem Höhenweg nach Bad Gastein aufgebrochen. Der gut ausgebaute und bequeme Weg lässt sich gut mir Schirm gehen. Nach dem ersten Anstieg auf etwa 1000m verläuft der Höhenweg fast eben durch Wald und Wiesen. Höhepunkt ist die Querung der Gadauner Schlucht. Nach 2 Stunden war ich in Bad Gastein, kehrte im Café Schuh ein und spazierte dann am Wasserfall entlang zum Bahnhof. Per Bus fuhr ich zurück nach Hofgastein und nahm dort noch an dem historischen Ortsrundgang teil.

Heute am Mittwoch startete ich früh, verließ das Hotel gegen 7:30 um eine viertel Stunde später am Busterminal den Bus nach Gastein zu erreichen. Mit Umsteigen am Bahnhof Bad Gastein gelangte ich zur Haltestelle Graukogelbahn (1085m, 8:05). Der Wanderweg 525 führt als schmaler Steig teils durch Wald und viel über Skipisten über die Graukogelalm (1640m, 8:50) zur Bergstation (1954m, 9:55). Kurz oberhalb, an der Abzweigung des Zirbenweges machte ich Rast (10:00 - 10:10). Die bald erreichten Schneefelder konnte ich noch umgehen, doch nach der Abzweigung zum Hüttenkogel musste ich zwei recht harte Schneefelder queren, wofür ich Grödel anlegte. Bald darauf erreichte ich den Grat auf dem ein guter Steig sicher zum Gipfel des Graukogel (2496m, 11:45 - 12:20) leitet. Auf dem Gipfel war es windstill und die Sonne wärmte, so konnte ich das fantastische Panorama richtig genießen. Im Abstieg nutze ich Schneefelder für einen schnellen Abstieg, mittlerweile waren sie gut aufgefirnt. Ansonsten folgte ich der Aufstiegsroute. Auf der Graukogelalm legte ich eine Pause ein (13:40 - 14:15) und von der Talstation spazierte ich noch zur Haltestelle Wasserfall im Ortszentrum (1030m, 14:50).

Am Morgen des heutigen Fronleichnamtages regnete es und so ließ ich mir viel Zeit beim Frühstück und ging danach wieder auf mein Zimmer. Als aber gegen 12 Uhr die Sonne heraus kam, machte ich mich bald auf den Weg. Entlang der Ache wanderte ich das Tal hinauf nach Badbruck und von dort folgte ich dem Wasserfallweg. Im Café Kraftwerk  kehrte ich ein und genoss die Sonne direkt am Wasserfall, ehe ich weiter zum Bahnhof aufstieg.

Der Freitag war verregnet und da ich mich auch nicht ganz wohl fühlte, machte ich nur einen Spaziergang durch das Dorf. 

Auch am Samstag Morgen regnete es und man konnte durch Wolkenlücken Neuschnee auf den Bergen sehen. Als es gegen Mittag aufhörte zu regnen, ging ich zur Bushaltestelle "Kreisverkehr Süd" und nahm den Bus 555 zum "Grünen Baum", wo es aber wieder regnete. Dort traf ich Florian und wanderte mit ihm in einer guten Stunde auf dem Fahrweg  das Kötschachtal hinauf zum Gasthof Prossau. Nach einer Einkehr spazierten wir  wieder hinunter.

Am Sonntag genoss ich das letzte Mal das gute Frühstück bevor ich auscheckte. Um kurz nach 10 Uhr nahm ich direkt vor dem Hotel den Bus der Bahnhofslinie und erreichte so um 10:20 den Bahnhof, von wo 10:32 der ICE in Richtung Dortmund abfuhr. Mit Umsteigen in München Ost gelangte ich wieder nach Gauting.